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Der Mensch ist vollkommen, wie er ist – aber er hat noch Raum sich zu verbessern

Spiraldynamik® ist ein anatomisch begründetes Bewegungs- und Therapiekonzept, das uns lehrt, den Körper richtig zu gebrauchen, damit die Lebensenergie Prana ungehindert fließen kann. Wenn wir uns mit den Feinheiten der Ausrichtung beschäftigen, bündeln wir unsere Aufmerksamkeit und sind ganz präsent in unserem Körper. Die Gedanken hören auf zu wandern, der Geist kommt zur Ruhe: „Sat-chit-ananda“ – wir sind im Zustand Yoga angekommen.

In der Yoga Philosophie bewohnt die Seele ineinandergefügte, sich zunehmend verfeinernde Körper genannt Koshas. Wenn der Mensch seinen physischen, energetischen, seelischen und geistigen Körper schult, kann er die feinstofflichste Hülle, den spirituellen Körper, wahrnehmen und geht glückselig in einem Gefühl von Vollkommenheit auf. Gerät eine dieser Hüllen jedoch in Vergessenheit oder aus dem Gleichgewicht, entstehen Unzufriedenheit, Leid und Angst. Diverse Yoga Praktiken wurden entwickelt, um die Energiekörper zu bearbeiten und ins Gleichgewicht zu bringen. Dazu gehört auch, die für die Koordination des physischen Körpers benötigt Stabilität und Mobilität in ein ausgeglichenes Verhältnis zu bringen. Die eher technisch anmutende Ausrichtung des Körpers gemäß der Spiraldynamik® gehört deshalb zu einer spirituellen Praxis.

Die Sprache des Körpers
Lebensgewohnheiten und Erlebnisse verändern mit der Zeit den menschlichen Körper, denn dieser passt sich den Impulsen an, die auf ihn einwirken. Je nachdem, wie der Körper genutzt wird, verändern sich über die Jahre Körperhaltung, Muskulatur und sogar Skelett. Der moderne Mensch ruft von den vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten seines Körpers immer weniger ab, denn er verharrt meist in einer Sitz-Beuge-Haltung. Aufrechtes Sitzen und Gehen wird plötzlich als anstrengend empfunden, weil sich der Körper in dieser Rundrückenposition verfestigt. Jede Bewegung, die falsch ausgeführt wird, setzt eine Schleifspur, die irgendwann zur Autobahn wird und Schmerzen verursacht. Ungünstige, aus der Balance geratene Haltungsmuster sieht man heutzutage in allen Altersklassen und sozialen Schichten.

Die Anatomie des Menschen ist auf Bewegung und Ausdauer ausgelegt. Durch Bewegung dehnen, kräftigen und mobilisieren wir unseren Körper, verbessern unsere Kondition und bringen unser Bewusstsein ein. Bewegung und vor allem eine korrekte Ausrichtung wirken therapeutisch auf den physischen Körper. Er kennt intuitiv die richtige Ausrichtung – wir müsse sie nur abrufen – und reagiert darauf mit Wohlwollen, Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Wenn wir verstehen, wie der Körper funktioniert, sprechen wir die Sprache des Körpers.

Ausrichtung bedeutet, Bewegungen im Yoga oder im Alltag gemäß der funktionellen Anatomie auszuführen. „Die (anatomische) Form bestimmt den Gebrauch (des Körperteils). Wir können unsere Yogapraxis nur der Anatomie anpassen, und nicht die Anatomie dem Yoga“, sagt die Physiotherapeutin, Yogalehrerin und Dozentin der Spiraldynamik® Lilla N. Wuttich. Eine anatomisch nicht korrekte Körperhaltung ist ein permanenter Kampf der Muskulatur gegen die Schwerkraft, den wir nicht gewinnen können und der unweigerlich zu Verspannungen und einer gekrümmten Haltung führt.

Zwar bringt jeder Mensch seine eigenen individuellen körperlichen Voraussetzungen mit, aber der anatomische Grundbauplan und die Prinzipien der Bewegungskoordination sind bei allen gleich. Die Kenntnisse der funktionellen Anatomie sind deshalb eine wichtige Basis für koordinierte Bewegungen. Eine korrekte Ausrichtung gemäß der funktionellen Anatomie führt jeden an sein persönliches Optimum, welches von der vorhandenen Elastizität des Bindegewebes, Stoffwechsel und Physiologie abhängig ist.

Die Gebrauchsanweisung des Körpers
Das Ziel der Spiraldynamik® ist, dass der Mensch im Idealfall perfekt in der Lotlinie des Gleichgewichts steht, mit der Schwerkraft arbeitet und nicht gegen sie ankämpfen muss. Eine gesunde, leistungsfähige Muskulatur muss elastisch sein, um nachgeben und kontrahieren zu können, so dass Aufrichtung durch Spannungsregulation bewerkstelligt wird. Wenn Muskeln weder verkürzt noch überdehnt sind, die für eine entspannte Aufrichtung notwendigen Gelenke beweglich sind und die Bänder adäquat anspannen, entsteht eine Balance zwischen Anspannung und Entspannung sowie zwischen Kraft und Beweglichkeit. Dann trägt das Skelett das Körpergewicht mit einem Minimum an muskulärer Haltearbeit – fast wie von alleine. Dann können wir unsere muskuläre Hülle loslassen und haben gleichzeitig ein Gefühl von Stabilität und Auftrieb. Wir erleben Kraft ohne Anstrengung, denn das gesamte Körpergewicht wird nach unten in die Beine und Füße geleitet, was uns automatisch Auftrieb nach oben gibt. Eine aufrechte Körperhaltung muss natürlich sein und die (Schwer)kraft, die da wirkt, für die Aufrichtung nutzen. Absolute Kraft würde zu körperlicher Ermüdung führen und den psychische Zustand negativ beeinflussen, weil der Mensch sich nicht den ganzen Tag mit Kraft halten kann.

Der Körper befindet sich im Lot der Schwerkraft, wenn der Kopf sanft eingerollt und das Becken gut aufgerichtet wird, so dass die Wirbelsäule verlängert und unter leichte Zugspannung gebracht wird. Die Beckenaufrichtung verschraubt die Beine automtisch: die Oberschenkel drehen nach außen, die Unterschenkel nach innen. Die Verschraubung bewirkt, dass sich das Fußgewölbe hebt und der Großzehballen sich erdet. Der Brustkorb zentriert sich über dem Becken, Hals und Kopf über dem Brustkorb. Aufrechtes Stehen oder eine Asana werden nicht starr gehalten, sondern sind dynamisch. Sie sind nie fertig, denn sie leben durch die ständige feine Korrektur der Ausrichtung und den Atem. Eine bewusste Atmung überträgt fortlaufend Bewegungsimpulse auf Wirbelsäule, Beckenboden und Brustkorb. Dadurch entsteht ein Wechselspiel aus Anspannung und Entspannung: es ist einfacher, die Mitte zu bewahren und lange statische Phasen, die den Körper ermüden und Verspannungen verursachen werden vermieden.

Die Rückkehr in den Körper
Am meisten werden wir von den Kenntnissen der Anatomie und Spiraldynamik® profitieren, wenn wir eine perfekte Ausrichtung in der Asana Praxis beachten und in unseren Alltag integrieren. Dann entwickelt sich nach und nach ein neues Körperbewusstsein: der Körper wird zum Instrument für seelischen und geistigen Wachstum. Er wird zu unserem besten Freund, zu einem gemütlichen Zuhause, zum Tempel unseres Geistes, zum Ort der Entspannung und Lebensfreude, zu einem Ratgeber, zum Sitz unserer Weisheit und Liebe und zu einem Ort, in dem sich unsere wahre Natur jedem Moment neu ausdrückt und verwirklicht.
 
Spiraldynamik® ist eine registrierte Wort-und Bildmarke der Spiraldynamik ® Holding AG. Weitere Information unter: www.spiraldynamik.com.
 
 
Film: Innere Welten Äußere Welten - Teil 2: Die Spirale
Das Model der Spirale vereinigt die Geheimnisse unseres Universums. Durch ihre schwingende Kraft verbindet sie alle Dinge miteinander. Diese schwingende Energie ist die Ursache aller spiritueller Erfahrung und wurde von den Heiligen, Buddhas, Yogis, Mystiker, Priester, Schamanen und Seher beobachtet, als sie in ihr inneres Selbst blickten. Im zweiten Teil des spirituellen Dokumentarfilms "Innere Welten, äußere Welten" steht die Spirale. In vier Teilen stellt der kanadische Filmemacher Daniel Schmidt eine Vielzahl von Einsichten vor, zu denen er durch jahrelange Meditation gelangt ist und die sich als universell für alle Weltreligionen und spirituellen Traditionen erwiesen haben. Link zum Film.
 
Lilla N. Wuttich zum Film: "Wenn das keine Fürsprache für die Spiraldynamik® ist ... Sich im Sinne der Spiraldynamik® zu bewegen bedeutet die Intelligenz des Körpers anzuzapfen und sich mit der Weisheit des Körpers und des Universums zu verbinden. So erlebe ich die Spiraldynamik® schon lange und immer mehr. Der Körper wird zum Vermittler von spirituellem und universellem Wissen. Welch ein Geschenk!"
 
(Claudia Dahnelt - Lotusblume Yoga & Ayurveda, Frankfurt, Mai 2016)

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