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Alle Jahre wieder das Problem, die guten Vorsätze zu realisieren

Manch einer scherzt am Jahresbeginn: „Mein Ziel für 2017 ist, die Ziele von 2016 zu erreichen, welche ich in 2015 hätte erfüllen sollen, weil ich es mir 2014 vorgenommen habe.“ Doch warum fällt es uns schwer, gute Absichten langfristig umzusetzen? Wie oft hast du dir schon an Silvester vorgenommen, dass dein Leben ab jetzt gesünder, entspannter, besser oder einfach anders wird? Dass du endlich das Chaos im Keller aufräumst, ein paar Kilo abnimmst, dich weniger stressen lässt, mit dem Rauchen aufhörst oder regelmäßig zum Yoga gehst? Und hat es geklappt?

Gewohnheiten geben uns Halt und schenken uns Vertrauen. Wo wir uns auskennen, fühlen wir uns geborgen und glücklich. Auf der anderen Seite wollen wir uns mit guten Vorsätzen am Jahresanfang aus dem alltäglichen Trott herausholen. Wir wünschen uns eine positive Veränderung. Es braucht jedoch Durchhaltevermögen, um Vertrautes nachhaltig zu verändern. Am Anfang des Jahres setzen wir unsere guten Vorsätze noch voll motiviert um. Halten für ein paar Wochen und Monate tapfer an unserer guten Absicht fest. Spätestens mit den ersten warmen Tagen werden die neuen Ziele über Bord geworfen. Dann lockt die Sonne weg von den neuen Aufgaben ins Gartenlokal, wo das Essen und der Wein so gut schmecken. Und in der Abendsonne entspannt es sich doch genauso gut wie beim Yoga, oder?

Eine asiatische Weisheit lautet: „Etwas anzufangen, ist leicht. Die Kunst besteht darin, das Ziel zu erreichen.“ Wahre Ziele lassen sich leider nicht so einfach realisieren, auch wenn sie noch so ehrlich gemeint sind. Du musst eine klare Entscheidung treffen, bereit sein, dich persönlich zu entwickeln und du brauchst einen Plan. Mit Bewusstheit und folgenden Strategien, lassen sich Silvestervorsätze durchhalten und erfolgreich in die Tat umsetzen:

Sofort und klein anfangen
Die besten Vorsätze verpuffen, wenn du sie nicht innerhalb von zwei Tagen umsetzt. Unser Gehirn mag klare Ansagen. „Ab jetzt“ wirkt sich auf das vegetative Nervensystem und biochemische Vorgänge im Körper positiv aus. Allerdings sind zu hohe Ansprüche und ein geringes Vertrauen in das eigene Können eine lähmende Kombination. Setze dir lieber kleine Ziele, von denen du weißt, dass du sie erreichen kannst. Einmal pro Woche zum Yoga gehen reicht für den Anfang völlig aus. Und zwar am 2. Januar!

Termine setzen
Setzte dir einen Termin bis wann du etwas erreicht haben möchtest. Trage dir die Zeit für deinen wöchentlichen Yogakurs in deinen Handykalender mit einer Erinnerung ein. Nach ein paar Wochen wird die Veränderung zur Routine und irgendwann kannst du dir gar nicht mehr vorstellen, wie es vorher war.

Belohnung
Damit die Motivation aufrecht erhalten bleibt, belohne dich, wenn du einen Teilerfolg erreicht hast. Nachdem du eine Stunde lang im Keller aufgeräumt hast, gönnst du dir ein Stückchen Schokolade. Bei der Figur schonenden Murmel-Methode legst du für jede absolvierte Einheit auf deinem Weg zum Ziel eine Murmel in eine Schale. Notiere in einem Tagebuch wann und wie lange du Yoga praktiziert hast.

Bewusstheit und Visualisierung
Werde dir bewusst, wann du in alte Muster zurück fällst und lege eine kurze Achtsamkeitspause ein. Stelle dir vor, wie es wäre, wenn du es doch zum Yoga schaffst. Denke an das Gefühl von Entspannung und Wohlwollen, das dich nach einer intensiven Yogapraxis durchflutet. Klebe eine Kollage mit Bildern, die das darstellen, wie du dir dein Leben wünschst. Aufgaben, die nur im Kopf umherschwirren, sind zum Scheitern verurteilt. Eine To-do-Liste schwarz auf weiß hat mehr Gewicht.

Gleichgesinnte und Vorbilder
Suche Gleichgesinnte, mit denen du dich über deine neuen Ziele austauschen kannst oder eine Freundin, die mit zum Sport kommt. So könnt ihr euch gegenseitig motivieren. Ein vorbildlich organisierter Perfektionist ist die ideale Gesellschaft für dich, denn sein Tätigkeitsdrang wirkt ansteckend.

Gründe hinterfragen
Frage dich, was wirklich das Problem für deine mangelnde Disziplin und Kraft ist. Dabei hilft das Konzept der Doshas (Konstitution) mit den zugrunde liegenden Persönlichkeitsstrukturen. Gemäß der Ayurveda Philosophie können grundlegende Lebensveränderungen nur entsprechend der individuellen Ausprägung vorgenommen werden. Wir können schlechte Gewohnheiten zwar ablegen, aber nicht unsere Natur verändern. Diese können wir nur bewusst erkennen, liebevoll annehmen und durch positive Verhaltensweisen umformen. Du solltest dich deshalb nicht länger wegen angeblicher Unzulänglichkeiten verurteilen. In der ayurvedischen Philosophie ist jeder Mensch von seiner innersten Natur auf einzigartige Weise vollkommen. Wenn du etwas in deinem Leben positiv und nachhaltig verändern möchtest, tu dies im Einklang mit deinem typgerechten Persönlichkeitspotential.

Wenn Pitta, das Feuerdosha, deine Persönlichkeit bestimmt, verfügst du über einen hellen Verstand und Durchsetzungskraft. Als charismatischer Pitta-Typ hast du die Fähigkeit, neue Ziele effizient und erfolgreich zu erreichen. Allerdings hast du die Neigung, dich selbst im eigenen Feuer zu verheizt. Hinterfrage den Sinn deiner Anstrengung, mache dich frei von den Vorgaben anderer und dem Wunsch nach Anerkennung. Nutze das neue Jahr um Dinge zu verwirklichen, die dir selbst etwas Wert sind und Lebensfreude schenken.

Vata, das Luftdosha, schenkt dir Leichtigkeit und Kreativität. Du hast viele Ideen, kannst diese aber schwer umsetzten, was dir Sorgen und Kummer bereitet. Vata schenkt dir eine ausgezeichnete Intuition, aber dir fehlt das Vertrauen auf die innere Stimme. Achte deshalb auf eine langfristige und ausdauernde Verwirklichung deiner Vorsätze. Es fällt dir leicht, etwas Neues zu beginnen, aber schwer bis zum Ende dabei zu bleiben. Übe dich in Geduld und Ausdauer und beginne erst etwas Neues, wenn das Alte abgeschlossen ist. Nutze dein Potenzial an Einfallsreichtum, um neue Wege zu gehen.

Innerer Ruhe und Zufriedenheit prägen deine Persönlichkeit, wenn Kapha, das Erdelement, deine Konstitution bestimmt. Geht jedoch das Gleichgewicht von Anregung und Ruhe verloren, verfällst du in Antriebslosigkeit und depressive Verstimmung. Als Kapha-Typ fällt es dir von Natur aus schwer, den Weg deiner Träume aktiv zu beschreiten. Nimm all deine Kraft und starte in die Umsetzung deiner Zeile mit dem Wissen, dass es nach dem ersten Schritt für dich einfacher wird.

Du kennst deine Konstitution nicht oder möchtest mehr über die Ayurvedische Gesundheitslehre erfahren? Lass dir von Katrin deine Konstitution bestimmen oder vereinbare einen Termin für eine Ayurveda Gesundheits- oder Ernährungsberatungen.

 

(Claudia Dahnelt - Lotusblume Yoga & Ayurveda, Frankfurt, Dezember 2016)

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